Histocup Bosch Race Salzburgring 14.-16.09.18

Wie jedes Jahr lud der Histo Cup Austria Mitte September Zum Bosch Race am Salzburgring. Traditionell waren wieder alle Klassen vertreten, angefangen von den Historischen, über die alten Formelautos bin hin zu den modernen Tourenwagen Open.

Im Vorfeld bemühte sich Teameigner, Chef und Vereinskassier Geri Fischer das Profiteam Schubert Motorsport mit zum Salzburgring zu bringen. Dies gelang und somit brachten Medilikke und Schubert insgesamt vier BMW Z4 an den Start. Als Fahrerspitze auf dem Schubert Z4 GT3 wurde Claudia Hürtgen engagiert, die bei den Sprintrennen und beim 1h Rennen zusammen mit Michael Fischer an den Start gehen sollte. Den zweiten Z4 GT3 pilotierte Michael Fischer bei den Sprintrennen und Markus Fischer zusammen mit Gerald Fischer beim 1h Rennen. Die beiden mitgebrachten Z4 E86 pilotierten Roland Ottillinger, der erstmals den Sprung in die TWO wagte und Markus Fischer, der in der kleineren Klasse bis 3600ccm noch Chancen auf eine gute Platzierung im Gesamtklassement hatte.

Bei den Youngtimern fuhren Norbert Greger und Norbert Vögele mit ihren bekannt bewährten Fahrzeugen unter Medilikke Flagge. Norbert Greger reiste als Meisterschaftsführender an den Salzburgring. Er hat nach der silbernen Ananas im Vorjahr nun endlich die Chance einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Gesamtsieg zu machen. Sein BMW M3 E36 GTR stand bereit die starke Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Freitag:

Der Freitga wurde der Vormittag für Testfahrten genutzt, anfänglich noch im Regen konnten wichtige Meter gesammelt werden. Die Zusammenarbeit mit Schubert versprach Weiterentwicklung in Sachen Setup und Kennenlernen der komplexen Technik des Z4 GT3. Nachmittags trocknete es dann auf und die Freien Trainings konnten für die Feinabstimmung genutzt werden. Roland Ottillinger hatte zuvor noch die Aufgabe bei seinem Einsatzgerät den neu revidierten Motor einzufahren, aber trotz verringerter Drehzahl stieg er stets mit einem Lachen im Gesicht aus dem neuen lieb gewonnen Einsatzgerät.

Samstag:

Am Vormittag stand dann das Qualifying für die Sprintrennen am Programm. In der kleineren Klasse konnte sich Markus Fischer gewohnt stark die Pole Position sichern, Roland Ottillinger zeigte mit P4 ebenfalls sein Potenzial auf. In der großen Klasse und somit auch der Gesamtpole konnte sich überraschend Michael Fischer vor Claudia Hürtgen im Schwesterauto behaupten und mit 1:21,667min eine neue Rundenbestzeit aufstellen. Dies bedeutete eine reine erste Startreihe für Medilikke/Schubert und Klassenpole in beiden Klassen. Beim Start zum ersten Sprintrennen lief dann alles nach Plan, Michael Fischer konnte sich absetzen und fuhr einen ungefährdeten Start/Ziel Sieg mit 17 Sekunden Vorsprung nach 10 Rennrunden ein. Claudia Hürtgen hatte da mehr zu kämpfen, sie brachte anfänglich kaum Temperatur in ihre Räder und musste sich nach hinten verteidigen. Gegen Ende des Rennens erlitt sie auch noch einen Reifenschaden und musste sich somit mit P4 geschlagen geben. Markus Fischer anfänglich gewohnt stark auf Klassensiegkurs hatte ebenfalls Pech, er fuhr sich ein Teil in einen Reifen ein und musste vorzeitig abstellen. Roland Ottillinger beendete somit sein Debüt auf einem starken zweiten Klassenrang und verpasste nur knapp den Sieg. Samstagabend fand dann noch ein turbolentes 1h Rennen Qualifying mit vielen Zwischenfällen und Unterbrechungen statt. Claudia Hürtgen/Michael Fischer starteten von P2, Markus Fischer/Gerald Fischer von P3 und Markus Fischer/Roland Ottillinger von P18 ins Rennen.

Sonntag:

Da war es dann soweit, das eigentliche Highlight, das Ravenol 1h Rennen, fand statt. Die von P2 ins Rennen gegangene Claudia Hürtgen konnte sich nach wenigen Metern an die Spitze setzen und war auf P1 Kurs unterwegs als es passierte. Ein anderer, für seine regelmäßigen technischen Defekte bekannter Teilnehmer, verteilte einige Liter Öl auf der Start- und Zielgeraden und das Rennen musste einige Minuten unterbrochen werden. Danach entstand Chaos und beim Restart hinter dem Safetycar wusste keiner so recht wie das Thema Boxenstoppfenster nun zu handhaben ist, da ein derartiges Szenario nicht im Reglement geregelt ist. Einige entschieden sich dafür zu stoppen, andere fuhren weiter. Am Ende ein Rennen ohne wertbarem Ausgang. P4, P11 und einmal DNC standen für Medlikke in der Ergebnisliste. Abschließend wurde noch das zweite Sprintrennen am Sonntag ausgetragen. Von der Pole Position ging der Sieger des ersten Rennens am Samstag, Michael Fischer ins Rennen. Von P4 startete allerdings nicht Claudia Hürtgen, sondern Markus Fischer mit dem Schubert Z4 ins Rennen. Claudia Hürtgen musste aus beruflichen Gründen aussetzen. Somit war der Weg frei für den Chef und Gerald Fischer persönlich griff ins Lenkrad des Z4 E86 und musste von hinten losstarten – seine Spezialität. Roland Ottillinger ging hoch motiviert von Klassenplatz 2 ins Rennen mit Fokus auf den Sieg beim Debüt. Nach einem unspektakulären Start konnte sich Michael Fischer im Ringbus Z4 GT3 abermals absetzen und mit 25 Sekunden Vorsprung einen ungefährdeten Sieg einfahren. Doppelpole mit Doppelsieg und neuem Rundenrekord rundeten das Wochenende somit ab. Markus Fischer konnte sich gegen die leistungsmäßig überlegenen Ami-Brummer verteidigen und das Rennen als Vierter beenden. Roland Ottillinger hatte diesmal kein Glück, er musste sein Auto  vorzeitig mit Dämpferschaden an die Box bringen. Gerald Fischer räumte das Feld von hinten auf und fuhr noch bis auf Gesamtplatz 9 nach vorne, Klassenplatz 2.

Youngtimer:

In der Abteilung Youngtimer lief alles nach Drehbuch. Beide Norberts konnten als Routiniers des Salzburgrings mit guten Zeiten bereits ab dem ersten Qualifying aufzeigen. Norbert Greger, der ja durch den aktuellen Meisterschaftsstand etwas unter Druck stand, machte einen perfekten Job. Nach anfänglich P2 im Quali konnte er dann in beiden Rennen glänzen. Sowohl das erste, als auch das zweite Rennen konnte er für sich entschieden und somit führt er nun die Meisterschaft mit 2 Punkten an. Die Titelentschiedung ist somit auf das Saisonfinale am Red Bull Ring verschoben wo er abermals beweisen muss, dass er würdiger Gesamtsieger ist. Norbert Vögele brachte seinen bärenstarken Audi S2 Turbo „Yellow Thunder“ im ersten Rennen auf Platz 4 ins Ziel. Leider war das Drehmoment dann doch etwas zuviel und die Kupplung hat den Geist aufgegeben, somit kein Start im zweiten Rennen.

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